Wasserleuchten

Auch wenn es nicht mehr ganz so stark leuchtet wie in früheren Zeiten. Die Illumination im Großen Garten Herrenhausen ist immer wieder schön anzusehen.

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Ab 19.00 Uhr ist Einlass und man hat schon einmal Gelegenheit ein wenig in der barocken Anlage herumzustreifen.

Unbedingt empfehlenswert ist ein Blick in die Grotte. Die beeindruckende Innenausstattung stammt von der 2002 verstorbenen Künstlerin und Ehrenbürgerin Hannovers Niki de Saint Phalle. Weiterlesen „Wasserleuchten“

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Zwiegespräch auf der Kasselburg

Gebannt starrte ich durch den Sucher meiner Kamera. Schon eine ganze Weile beobachtete ich den Falkner, der vor der herrlichen Weite der Berglandschaft stand. Auf seinem linken Arm hielt er einen prächtigen Weißkopfseeadler.

Nervös um sich blickend wippte der Vogel auf und ab und spreizte seine Flügel. Der Falkner stand still, der Blick fest auf seinen Schützling gerichtet. Nichts lenkte ihn ab in diesem Moment. Versunken, intim, ein Zwiegespräch zwischen Mensch und Tier. Ein prüfender Blick, einige gemurmelte Worte und dann griff der Falkner dem Tier an die Brust.

Alexander Rosenthal im Zwiegespräch mit seinem Schützling

Mir stockte der Atem. Was wird passieren?

Ein ungefragter Griff ins Gefieder kann ziemlich schnell mit blutigen Fingern enden. VogelkennerInnen wissen das. Es braucht viel Geduld und Sensibilität, um zu erreichen, dass ein Vogel so viel Nähe zulässt. Weiterlesen „Zwiegespräch auf der Kasselburg“

Nach seinem Kopf

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Timm Ulrichs nimmt es gerne wörtlich. Und so ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass neben dem Sparkassenverband Niedersachsen das vertraute graue Kopfsteinpflaster des Gehweges auf einmal in eine Schädeldecke übergeht.

Recht gruselig anzuschauen, doch nur im ersten Augenblick! Nach kurzem Überlegen kommt einem doch unwillkürlich das Grinsen ins Gesicht.  Geniale Idee! Weiterlesen „Nach seinem Kopf“

Karibischer Darß

Es gibt Orte, die ich so schön finde, dass ich sie mehrmals besuche. Und es gibt Orte, die mehr als das für mich bedeuten. Orte, an denen ich mich heimisch fühle, weil sie meine innersten Bedürfnisse befriedigen.

Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, genauer gesagt Prerow im hohen Norden von Mecklenburg-Vorpommern, ist genau so ein Ort.

Die 45 km lange Halbinsel zwischen Rostock und Stralsund bestand einst aus den Inseln Fischland, Zingst und dem Darß. Natürliche Abtragungs- und Anlandungsprozesse von Sand und letztlich die Schließung der Flutrinnen im 19. Jahrhundert ließen die heutige Halbinsel entstehen und verändern ihr Gesicht noch heute. Weiterlesen „Karibischer Darß“

Bald…

Spatzzwitschert es von Hannovers Dächern! Der Frühling steckt schon in den Startöchern.

Auch wenn es bei diesem Sturm und Regen derzeit ganz und gar nicht danach aussieht. Meine juckenden Augen lügen nicht. Pollen“freunde“ werden mich sicher verstehen. 😉

In der Eilenriede habe ich unter den Blättern auch schon die ersten grünen Spitzen der Frühblüher entdeckt.  Also, noch ein wenig Geduld, dann ist endlich März und Sonne und Wärme und singende Vögel und Tulpen und Narzissen und …

Ein farbenprächtiger Clown

a-hbo-0292_mrdheo_graffiti_swh_gundlach_wohnungslosigkeit_hannoverSeit Anfang Oktober ist Hannover um ein leuchtend grelles Graffiti reicher. Ein bunter Clown strahlt über die tristen Betonbauten der Hamburger Allee und zieht magisch die Blicke der an den Ampeln wartenden Passanten auf sich.

Mansha Friedrich, bekannte Street-Art-Künstlerin, konnte die beiden international renommierten Graffiti-Sprayer MrDheo und ParizOne für das Projekt gewinnen. Die Firma Gundlach Wohnungsunternehmen stellte als Eigentümerin die Fassade für das auffällige Kunstwerk zur Verfügung und bezahlte die Kosten.

Die Häuserwand des Gebäudes an der Cellerstraße/ Hamburger Allee ist aber nicht irgendeine x-beliebige.

Weiterlesen „Ein farbenprächtiger Clown“

Glückswald Eilenriede

a-hbo-0268-herbst-eilenriede-hannoverWem das Niesel-Piesel-Novemberwetter nichts anhaben kann, der hat derzeit die besseren Karten. Für alle anderen gilt: Durchhalten und sich auf die schönen Dinge konzentrieren. In eine kuschelige Decke gehüllt bei Kerzenschein mit heißem Tee und Lebkuchenherzen, das lässt das Herz doch gleich erwärmen…

Was fürs Herz ist auch unsere schöne Eilenriede. Nachdem der Herbst ein wenig stockend angefangen hatte, explodierte im Zentrum von Hannover ein wahres Feuerwerk an Farben. So ein kleiner Indian Summer gleich vor der Haustür, Glückshormone inklusive. Hannoveranerinnen und Hannoveraner haben es da echt gut. Unser Stadtwald lohnt wirklich bei jedem Wetter und macht richtig gute Laune, auch bei vorzeitigem Schnee.

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Das fand die vergangene Woche sicher nicht jeder so toll, aber orange-rot-grüne Eilenriede mit weißer Haube, das war wirklich die Krönung. Kommt doch einfach mal mit und lasst Euer Herz durch vier Waldstimmungen ein wenig erwärmen! Weiterlesen „Glückswald Eilenriede“

Verbraucht und verstoßen

a-hbo-0247-sterbende-hornisse-koenigin-eilenriedeDas Wetter am Wochenende war einfach optimal für ausgedehnte Spaziergänge in der herbstlichen Eilenriede. Gefühlt war zwar halb Hannover auf den Beinen, egal. Im Stadtwald gibt es genug verschlungene Pfade, um dort fast alleine unterwegs zu sein.

Es macht Spaß, immer wieder auch ein paar unbekannte Ecken zu entdecken. Gerade im dunklen Unterholz strahlte das Laub manchmal so grell, als ob hier jemand Tausende kleiner Lämpchen versteckt hätte.

a-hbo-0249-herbst-wald-eilenriede-hannoverIch finde, dass dieses Jahr das Herbstlaub in Hannover leider nicht so schön ausfällt. Viele der Blätter sind eher vertrocknet, als dass sie strahlend bunte Farben haben. Auch Pilze gibt es so gut wie keine. Der Sommer war einfach viel zu trocken und die Bäume haben arg gelitten. Weiterlesen „Verbraucht und verstoßen“

Mitten ins Image

a-hbo-0245-neues-rathaus-bogenschuetze-hannover„Typisch Hannover“, so heißt die aktuelle Sonderausstellung im Historischen Museum in der Altstadt von Hannover. Und damit verbunden wieder mal die Diskussion um das Image, kein richtig gutes zu haben. Noch dazu wird seit neuestem auch noch an dem Privileg der grünsten Landeshauptstadt gerüttelt.

„Langweilig“, „mittelmäßig“, „Provinzstadt“. Gekrönt von einem bekannten Comedian – nennen wir ihn mal Harald – der nach einem ihm wohl nicht ganz so angenehmen Auftritt im Theater am Aegi behauptete, von Hannover sei der Arsch der Welt gut zu sehen.

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Das Neue Rathaus ist ein Eyecatcher, besonders seine Rückenansicht am Maschteich.

Das war dann die Geburtsstunde eines Running Gags, immer wieder gerne in der medialen Welt aufgegriffen. Lacher des Publikums garantiert. Oft von Leuten, die in Hannover allenfalls wohl den Bahnhof, das Messegelände oder den Flughafen gesehen haben. Weiterlesen „Mitten ins Image“

Ein bisschen preußische Antike

a-hbo-0216-saeulen-monopteris-ruinenberg-potsdamWer antike Bauten liebt, der darf in Potsdam keinesfalls den Ruinenberg verpassen. In einer Sichtachse vom rückseitigen Ehrenhof des Schloss Sanssouci steht auf einer Anhöhe ein sehenswertes Ensemble kunstvoll gefertigter Ruinen.

Das Arrangement hatte Friedrich der Große (Friedrich Wilhelm II) zur Verschönerung eines riesigen Wasserbassins bauen lassen. Das herabfließende Wasser sollte die große Fontaine vor dem Schloss Sanssouci  zum sprudeln bringen. Technische Probleme stoppten jedoch das  kostspielige Vorhaben.

a-hbo-0215-ruinenberg-potsdamGeblieben ist eine kunstvoll gefertigte Anlage aus mächtigen Säulen, einem Rundtempel (Monopteros) und einer Theaterwand ganz im römischen Stil. Weiterlesen „Ein bisschen preußische Antike“

Im Reich von Friedrich

a-hbo-0194-bracciano-bueste-schloss-sanssouciFriedrich der Große liebte die Kunst und das Außergewöhnliche. Nur so lässt es sich erklären, dass uns beim Weg zu seinem legendären Schloss Sanssouci nicht sein Bildnis, sondern das eines für ihn wohl ganz besonders geschätzten Kunstkenners des 17. Jahrhunderts entgegenblickte. Gleich vor der großen Fontaine im Park steht die Büste des Italieners Paolo Giordano II. Orsini, Herzog von Bracciano.

Lange steht der schnittige Bartträger dort noch nicht. Erst dieses Jahr durfte die Büste aus edlem Porphyr nach 70 Jahren wieder zurück an ihren Platz. Edel deshalb, weil Porphyr in römischer und konstantinischer Zeit wegen seiner purpurnen Farbe nur den Kaisern zur Verwendung vorbehalten war.

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Schloss Sanssouci – Schloss ohne Sorgen

Überhaupt ist in Potsdam vieles ziemlich edel und trumpft mit reichlich Prunk und Pomp auf. Aber genau deshalb fährt man ja auch hin. Wo sonst gibt’s denn auch so viele Schlösser, Paläste und Prachtbauten auf einem Fleck? 30 Highlights gibt es in der Landeshauptstadt von Brandenburg und Umgebung zu entdecken. Weiterlesen „Im Reich von Friedrich“

Mittendrin

A-HBO-0188-wilseder-berg-lueneburger-heideEigentlich braucht man bei diesem Anblick vom Wilseder Berg in ein Meer aus lila Blüten gar nichts anderes zu schreiben als: „Macht Euch auf die Wandersocken und genießt diese herrlich blühende Heide!“

Nachdem wir Tags zuvor im Pietzmoor und der Osterheide schon einen kleinen Vorgeschmack auf lila bekommen haben, waren wir in freudiger Erwartung auf mehr. Von Undeloh mitten in der Lüneburger Heide geht eine attraktive 15 Kilometer lange Rundwanderung über den Wilseder Berg, das Museumsdorf Wilsede und den Totengrund zurück nach Undeloh. Ob wir auch Heidschnucken sehen werden?

A-HBO-0193-weg-blühende Heide-luenebuger-heideNach einem leckeren Frühstück mit zahlreichen Sorten selbst gemachter Marmeladen und frischem Obstsalat starteten wir direkt vom Landhaus Heideschmiede. Weiterlesen „Mittendrin“

Auf lila Wegen

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Kontraste

Nein, so wie letztes Jahr in der Südheide sollte mir das nicht noch mal passieren. Diesmal wollte ich rechtzeitig da sein und die ganze Pracht erleben. 50% -70% je nach Standort der Heidefläche zeigte das Heideblüten-Barometer an. Ab in ein verlängertes Wochenende nach Undeloh ins Herz der Lüneburger Heide.

Als wir freitagmittags in dem kleinen Heideort ankommen, nieselt es. Kein Grund auf Erkundungstouren zu verzichten. Denn das Wetter ist gerade richtig für das über 8.000 Jahre altes Juwel, das Pietzmoor südöstlich der nahe gelegenen Stadt Schneverdingen.

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Scheinbare Extreme: feuchteliebende Glockenheide im Pietzmoor

Wir fahren auf einen der zwei Parkplätze an der Heberer Straße (L 170). Die Luft ist feucht und erinnert eher an Herbst als an einen Hochsommertag mitten im August. Weiterlesen „Auf lila Wegen“

Das Besondere an „Kunstvernetzt“

ausstellung_kunstvernetzt_nordstemmen_2016Was ist denn Kunstvernetzt?

Die Frage stellt sich mir sofort, als ich den Namen der Ausstellung in der Einladung zur Vernissage am 20. August 2016 las.
12 Künstlerinnen und Künstler, die zusammen ausstellen, ja und?
12 Künstlerinnen und Künstler aus Chicago, Hannover und Nordstemmen, die zusammen im Kunsthaus Nordstemmen ausstellen.
Ich stutzte: Chicago, Hannover und Nordstemmen – zusammen in Nordstemmen? Weiterlesen „Das Besondere an „Kunstvernetzt““

Countdown in der Storchenpflegestation

A-HBO-0155-jungstorch-fluguebungenSein Ausflug über die Storchenpflegestation dauerte 10 Minuten, dann setzte der Jungstorch zur Landung an. Noch etwas unsicher schwankend segelte er vom blauen Himmel zum Horst herab, wo sein Geschwister ihn schon flügelschlagend erwartete.

A-HBO-0156-weissstorch-flugMit seiner Flügelspannbreite von mehr als 2 Meter und den langen vom Körper herabhängenden Beinen ähnelte er vom Boden aus irgendwie einer riesigen Schnake.

Weiterlesen „Countdown in der Storchenpflegestation“